Es ist nicht so, dass …
Der alte Gaul von einer schönen Kutsche träumt
Es ist nicht so, dass …
Er glaubt, er würde nur von hinten aufgezäumt
Es ist nicht so, ach was …
Er zieht den Karren, er legt sich ins Geschirr
Lässt Sattelleder knarren, das alles und noch mehr

Nur manchmal … ich glaube, wenn die Peitsche knallt
Einmal zu viel
Vorbei das Spiel
Entfaltet sich die Urgewalt
Er scheut!
Gerade heut
Da gehen ihm die Pferde durch
Ja, ja, verkriech Dich nur, Du Lurch

Und zügellos
Wird sein Gespann dann zum Geschoss
Das schon an einer Wand zerschellt
Und leise fällt die Tür ins Schloss

So hab ich mir das vorgestellt:
Ein dreifach Hoch dem wackeren Ross!
Und leise fällt die Tür ins Schloss


Mein Dämon hat heut hitzefrei
Denn heute Nacht kommst Du vorbei
Dann möchte ich Dich schon betören
Da würde dieser Kerl nur stören

Gewöhnlich bellt hier jetzt der Hund
Sich aufgeregt die Kehle wund
Vorfreude baut sich schon ein Zelt
Als es dann an der Türe schellt

Ein lang erträumter Traum wird wahr
Denn wie versprochen: Du bist da
Gleich habe ich ganz aufgeregt
Stairways to heaven aufgelegt

Doch wir erklimmen keine Stufen
Er käme mir jetzt wie gerufen!
Doch er hat heute hitzefrei
Wir bleiben unter uns, wir zwei

Und ich spiel Schach, und Du spielst Dame
Und Hase ist mein Name
Den Nachtisch habe ich vergessen
Ach, könnt ich doch mit Stäbchen essen

Nur er ist unser Thema
Und sein perfides Handlungsschema
Es würden ihm die Ohren klingen
Von dem, was wir zur Sprache bringen

Du bliebest, wenn es nach mir ginge
Gewöhnlich bellen jetzt die Hunde
Als ich Dich an die Pforte bringe
Vor allem zu so später Stunde

Und jetzt, Dein letztes Wort in dieser Sache:
Bevor ich mich vom Acker mache
Mein lieber Karussellanschieber
Mit Dämon habe ich Dich lieber


Mein Dämon ist ganz nett
Ist gut genährt, fast fett
Er zehrt von seinem Gift
Und überhaupt, was mich betrifft:
Er war einmal mein Gast
Vorübergehend; nur zur Rast
Jetzt ist er bei mir eingezogen
Und: ungelogen
Ich werde ihn nicht wieder los
Ich widerspreche auch nicht groß:

Wir haben uns wohl arrangiert
Und viel von dem, was mir passiert
Verdank ich ihm, das geb ich zu
Was er jetzt ist, warst vorher Du

Er hat sich wirklich engagiert
Und mir war lange Zeit nicht klar
Wie treibend seine Kraft wohl war
Jetzt fühlt er sich so ausgelaugt
Weil selbst das beste Gift nicht taugt
Was ihn am Ende sehr frustriert

So macht er sich dann auf die Suche
So wie der Blitz sucht nach der Buche
Oder war es schließlich doch die Eiche?
Am Ende bleibt es wohl das Gleiche

Er findet, was er sucht
Der Ärger ist gebucht
Der Streit ist programmiert
Das kleine Glück verliert

Die Sehnsucht, die ihn treibt
Die Hoffnung, die ihm bleibt
Kein Mitleid kennt er, kein Tabu
Der Anlass, den er sucht, bist Du!


Hey Du! Du bist gemeint!
Leb einfach Deinen Traum
Von Freiheit ohne Ende
Und wunderschönen Frauen

Der Clown mit dem Jahrhunderttrick tritt gleich ins Rampenlicht
Auch wenn die Plätze billig sind und eingeschränkt die Sicht
Das Publikum die Hälse reckt, gespannt ob er gelingt
Die Neugier reißt es von den Sitzen
Es steht gar auf den Zehenspitzen
Und dann: der Tusch erklingt

Trara-Tsching-Bumm
Trara-Tsching-Bumm

Das war`s: nur müde der Applaus
Gespendet, nicht als Lohn
Die Menschen drängen raus
Die neuen warten schon
…..

Hey Du! Du bist gemeint!
Leb einfach Deinen Traum
Von Freiheit ohne Ende
Und wunderschönen Frauen

Die Sensation ist handgemacht, der Trick kommt aus der Kiste
Die Illusion zahlt Eintrittsgeld, Rabatt gibt es laut Liste
Wie gerne würde sie hier bleiben
Und ihre wahren Künste zeigen
Ach, könnt sie doch goldne Eier legen
So bleibt ihr nur das Späne fegen
Und dann: der Tusch erklingt

Trara-Tsching-Bumm
Trara-Tsching-Bumm

Ein Trieb treibt meine Räder
Die Heimat ist auf Achse
Hier sträubt sich meine Feder
Der Rest reimt sich auf Lachse
…..

Hey Du! Du bist gemeint!
Leb einfach Deinen Traum
Von Freiheit ohne Ende
Und wunderschönen Frauen

Am Ausgang bleibt die Zeit zurück … für einen Augenblick
In dem Moment bin ich es wieder: Prinz Eisenherz im Kettenhemd
Aleta trägt ihr schönstes Mieder
Ja, ich bin es wieder: Prinz Eisenherz im Kettenhemd
Und Aleta in ihrem schönen Mieder

Trara-Tsching-Bumm
Trara-Tsching-Bumm
Wo bleibt der Tusch?

Und linker Hand: ein kleiner Stand
Mit einem Schild: „Verloren und gefunden“
Daneben eine Frau; die dunklen Haare straff gebunden
Sie lächelt und sie winkt mir zu:

Hey Du!


Der Rebstock voller Trauben
Ein Fass mit dunklem Wein
Dazu gebratene Tauben
Und niemals mehr allein

Keine Sehnsucht mehr zu stillen
Die Welt wie ich sie mag
Erbaut nach meinem Willen
Durch mich am achten Tag

Das Elend im Exil
Für immer dort verbannt
Das Leben nur ein Spiel
Die Regeln sind bekannt

Das große Los gezogen
Was hättest Du denn lieber
Das Glück ist Dir gewogen
Die Pest oder das Fieber

Nun bist Du auf der Flucht
Kein Platz im Paradies
Vor den Folgen Deiner Sucht
Das Gift war wohl zu süß

Und die Götter sind verstört
Die Botschaft schien doch klar
Du hattest nur nicht zugehört
Nichts ist mehr wie es war

Und nur die Mücken tanzen
Am Ende ihren Reigen
Und nur die Mücken tanzen
Kein Himmel. Keine Geigen

Du warst einmal der Mahner
Vom Ende dieser Welt
Als letzter Mohikaner
Bezahlst Du was bestellt

Und nur die Mücken tanzen
Am Ende ihren Reigen
Und nur die Mücken tanzen
Ansonsten Stille, Schweigen

Kein Himmel, keine Geigen
Stattdessen Stille, Schweigen