Ich fühl mich heute so ätherisch
Um mich herum scheint alles sphärisch
Weil ich heut morgen überwand
Den festen Aggregatzustand
Verdampft, was mich zuvor beschwerte
Die leichte Lebensweise, die begehrte
Die Wünsche, die sich selbst erfüllen
Und dennoch nicht die Sehnsucht stillen
Zum Beispiel auch die Gier
Nach Dir
Kein Kraxeln auf der Hühnerleiter
Kein Stolz wie einst der Herrenreiter
Nicht mehr um Anerkennung buhlen
Nicht mehr mit Dir im Urschlamm suhlen
Und keine Meinung mehr zu beugen
Und auch kein Zwang zu überzeugen
Das alles hab ich abgelegt
Auch wenn es sich zuweilen regt
Doch diese Akte liegt jetzt tief
Im miefigen Archiv
Ein alter Vorgang, der verstaubt
Ein neuer Blick jedoch, der mir erlaubt
All die Bedenken einzustampfen
Und hier mit Euch gleich zu verdampfen
Und dazu bist Du eingeladen
Versuch es mal; es kann nicht schaden
Gemeinsam sind die Ziele
Zusammen sind wir viele
Befrei Dein Herz und folge Dir
Und frage nicht: „was mach ich hier?
Bin kein Poet, spiel kein Klavier?!“
So steh doch einfach neben Dir!
Die Dinge sind so wie sie sind!
Doch mit der Zeit dreht sich der Wind
Und unsere Träume sind zerstoben
Was unten war, das ist jetzt oben
Was unser war, das ist jetzt Dein
Was übrig war, das ist jetzt mein
Was wirklich war, das ist jetzt Schein
Was Welt war, das ist jetzt allein
Was nur so schien, ist jetzt real
Was wichtig war, ist jetzt egal
Hey Fährmann, setzt die Segel, fang den Wind
Die Dinge sind so wie sie sind!
Ich lebe hier, ich lebe jetzt
Und alle Segel sind gesetzt
Der neue Kurs ist angelegt
Mein Gott, was bin ich aufgeregt
Ich fühl mich jung, fast wie ein Kind
Die Dinge sind so wie sie sind!
Mal sehn, wohin der Wind mich treibt
Mal sehn was kommt, was geht, was bleibt
Kein Zwang mehr und auch keine Zwecke
Nur weites Meer und keine Ecke
An der ein Händler mit den Wünschen lauert
Und kein Geschäft, das man bedauert
Und keine Zeit, die man verpasst
Und keine Liebe, die man hasst
Hey Fährmann, setzt die Segel, fang den Wind!
Die Dinge sind so wie sie sind!
Auf, auf zu neuen Ufern
Hört die Stimmen, folgt den Rufern
Ich steh am Bug und fühl mich wie ein Kind
Die Dinge sind so wie sie sind!